Dezimal-hex-binär-oktal-konverter

Wenn du mit Networking, Linux, Windows, Mikrocontrollern, SDR oder Low-Level-Debugging arbeitest, stolperst du ständig über Zahlen in unterschiedlichen Basen: Dezimal in Logs, Hex in Memory-Dumps, Binär in Bitmasken und Oktal bei klassischen Unix-Rechten. Dieser schnelle Konverter lässt dich einen Wert in fast jedem gängigen Format einfügen (inklusive 0x, 0b und 0o) und zeigt sofort die äquivalenten Darstellungen, gruppierte Bits/Bytes sowie optional eine signed-Interpretation (Zweierkomplement). Praktisch für Developer, Admins und Elektronik-Fans, die copy-ready Ergebnisse brauchen – beim Dekodieren von Registern, Flags, Paketfeldern oder beim Troubleshooting merkwürdiger Firmware- und Systemwerte.

Decimal ↔ Hex ↔ Binary Converter

Paste a number in any format (e.g., 255, 0xFF, 0b1111, 0o377). Outputs update instantly.

Tip: spaces and underscores are allowed (e.g., 0b1010_1100).
With a width selected, values wrap modulo 2^N (two’s complement).

Decimal

Hex

Binary

Octal

Ready. Enter a value above.
Advanced options
Auto-detect: enable “Bare 0/1 as binary” if you often paste values like 10101100 without 0b.
Bitwise & endian tools: for predictable results, select a bit width (8/16/32/64).

Bitwise operations

A = main input above. B = operand below.
Accepts the same formats as Input.
Used for shift buttons below.
Logical right shift is unsigned; arithmetic right shift preserves sign (signed mode).

Bitwise result

Byte view & endianness

Big-endian (MSB→LSB): —
Little-endian (LSB→MSB): —
Swap endian requires a selected bit width (8/16/32/64) so byte boundaries are unambiguous.

Zahlenbasen im echten technikalltag verstehen

Wenn du irgendetwas Technisches baust, debuggst oder optimierst – Software, Firmware, Netzwerk-Equipment, SDR-Receiver, Linux-Server oder sogar Audio-Interfaces – kommt irgendwann derselbe Reibungspunkt: Zahlen tauchen nicht immer in der Basis auf, „in der du denkst“. Logs sind oft dezimal, Memory-Dumps fast immer hexadezimal, Bitmasken sind von Natur aus binär, und Unix-Dateirechte leben bis heute in oktaler Schreibweise. Ein Basis-Konverter macht aus dieser ständigen Kopf-Übersetzung eine Ein-Sekunden-Operation – genau deshalb gehören solche Tools zum täglichen Handwerkszeug.

In diesem Guide geht es darum, was Dezimal, Hex, Binär und Oktal wirklich bedeuten, wie du sie „in freier Wildbahn“ erkennst und wie du typische Fehler vermeidest – besonders bei signed Werten, Zweierkomplement, Bitbreite und Endianness.

Dezimal vs binär vs hexadezimal vs oktal

Dezimal

Dezimal (Basis 10) ist das Alltagssystem. Die Ziffern reichen von 0–9, und jede Stelle steht für eine Potenz von 10.

Beispiel:

255 bedeutet: 2×10² + 5×10¹ + 5×10⁰

Im Engineering-Kontext ist Dezimal häufig in UI/UX, Metriken, Zeitwerten, Limits in Konfigurationen und Bandbreitenangaben wie „1000 Mbps“ oder „5 ms“.

Binär

Binär (Basis 2) kennt nur 0 und 1, jede Stelle ist eine Potenz von 2.

Beispiel:

11111111₂ bedeutet: 1×2⁷ + 1×2⁶ + … + 1×2⁰ = 255

Binär ist die Muttersprache von:

  • Bitflags und Bitmasken

  • Register-Maps und Mikrocontroller-Peripherie

  • Permissions, Feature-Toggles, Statuswörter

  • DSP/SDR-Darstellungen (Bit-Tiefe, Sample-Formate)

Binär ist maximal eindeutig – wird aber schnell sehr lang.

Hexadezimal

Hexadezimal (Basis 16) nutzt 0–9 und A–F (oder a–f) für 10–15. Jede Stelle steht für eine Potenz von 16.

Beispiel:

FF₁₆ = 15×16¹ + 15×16⁰ = 240 + 15 = 255

Hex ist beliebt, weil es perfekt auf Binär abbildet:

  • 1 Hex-Ziffer = 4 Bits (Nibble)

  • 2 Hex-Ziffern = 1 Byte (8 Bits)

Darum siehst du Hex so oft in Memory-Dumps, MAC-Adressen, IPv6-Hextets, CRCs, Hashes und Registerwerten.

Oktal

Oktal (Basis 8) nutzt 0–7. Heute weniger verbreitet, aber in Unix-/Linux-Welten weiterhin extrem relevant.

Klassischer Use-Case:

  • Dateirechte wie 755, 644, 600

Oktal passt gut zu 3-Bit-Gruppen (weil 8 = 2³), daher ist die Darstellung bei Permissions so elegant.

Zahlenformate schnell erkennen

In realen Systemen helfen meist Präfixe:

  • 0xFF → Hex (C/C++, Python, viele Tools)

  • 0b1010 → Binär

  • 0o377 → Oktal (Python und manche modernen Tools)

  • 077 → Oktal in älteren Konventionen (v. a. legacy C-Style)

Nicht alles hat Präfixe. Viele Dumps zeigen „nacktes“ Hex wie:

DEADBEEF
FFEE12

Darum kann es sinnvoll sein, „bare binary“ zu erkennen (z. B. 10101100 ohne 0b). Das ist aber grundsätzlich mehrdeutig, weil 10101100 auch eine dezimale Zahl sein könnte – idealerweise ist das eine optionale Einstellung, nicht Standard.

Warum bit- und byte-gruppierung so wichtig ist

Lange Binärstrings sind schwer zu lesen. Gruppierung reduziert Fehler massiv:

  • Nibble-Gruppierung (4 Bit):
    10101100 → 1010 1100

  • Byte-Gruppierung in Hex (2 Stellen):
    DEADBEEF → DE AD BE EF

Das hilft besonders beim Debugging von:

  • Protokoll-Headern (Felder auf Byte/Nibble ausgerichtet)

  • Mikrocontroller-Registern (Bitfelder)

  • gepackten Strukturen und Binärformaten

Ein guter Konverter zeigt diese Gruppierung automatisch, weil man beim visuellen Scannen deutlich weniger danebenliegt.

Bitbreite: das fehlende puzzleteil bei vielen konvertern

Eine der häufigsten Ursachen für Verwirrung: Computer-Integer sind nicht „unendlich lang“. Ein Wert existiert in einer festen Bitbreite: 8, 16, 32, 64 … abhängig von Architektur, Sprache und Datentyp.

Beispiel mit 0xFF:

  • 8-bit unsigned: 0xFF = 255

  • 8-bit signed: 0xFF = -1 (Zweierkomplement)

  • 16-bit unsigned: 0x00FF = 255

  • 16-bit signed: weiterhin 255 (Sign-Bit ist 0)

Darum ist die korrekte Bitbreite entscheidend, wenn du Werte aus folgenden Quellen interpretierst:

  • Hardware-Register (typisch 8/16/32 Bit)

  • Netzwerkpakete (fixe Feldgrößen)

  • signed Sensorwerte

  • Firmware-Structs und gepackte Messages

Wenn du eine Breite auswählst, sollte der Konverter „modulo 2^N“ arbeiten (Wrap-around), weil echte Maschinen-Integer genau so funktionieren. Das ist auch der Grund, warum C bei unsigned Überläufen scheinbar „springt“.

Signed vs unsigned und zweierkomplement

Grundidee

Ein Bitmuster sind nur Bits. Ob es „signed“ oder „unsigned“ ist, ist reine Interpretation.

  • unsigned: 0 bis 2^N − 1

  • signed (Zweierkomplement): −2^(N−1) bis 2^(N−1) − 1

Zweierkomplement ist in moderner Hardware praktisch überall Standard, weil Arithmetik dadurch effizient und konsistent ist.

Schnelle mentalregel

Für N-bit signed:

  • MSB = 0 → positiver Wert

  • MSB = 1 → negativer Wert

Beispiel (8 Bit):

  • 0b01111111 = 127

  • 0b10000000 = -128

  • 0b11111111 = -1

Zweierkomplement „per hand“ interpretieren

So liest du ein N-bit-Muster als signed:

  • Wenn MSB = 0: identisch zu unsigned.

  • Wenn MSB = 1: unsigned-Wert minus 2^N.

Beispiel:

8-bit 0xFF = 255 unsigned
signed: 255 − 256 = −1

Genau dafür ist eine „signed interpretation“-Option im Konverter Gold wert: Du siehst sofort, ob ein Dump eigentlich eine negative Zahl meint.

Praxisbeispiele, die du wirklich siehst

Beispiel 1: bitflags in einem status-register

Angenommen, ein Status-Register ist 0x2D und das Datasheet sagt:

  • Bit 0: READY

  • Bit 2: ERROR

  • Bit 3: TX_ACTIVE

  • Bit 5: LOW_BAT

Umrechnung:

Hex 2D → Binär 0010 1101

Lesen:

  • Bit 0 = 1 (READY)

  • Bit 2 = 1 (ERROR)

  • Bit 3 = 1 (TX_ACTIVE)

  • Bit 5 = 1 (LOW_BAT)

So wird „magisches Hex“ zu einem klaren Gerätezustand.

Beispiel 2: unix-dateirechte dekodieren

Unix-Rechte kommen oft oktal:

755 bedeutet:

  • owner: 7 → rwx

  • group: 5 → r-x

  • others: 5 → r-x

Jede oktale Ziffer ist exakt 3 Bits:

  • 7 → 111

  • 5 → 101

  • 4 → 100

Damit ist auch sofort klar, warum 644 „typisch“ für Dateien ist:

  • 6 = 110 → rw-

  • 4 = 100 → r–

  • 4 = 100 → r–

Beispiel 3: negative sensordaten

Ein Temperatursensor liefert evtl. einen 16-bit signed Wert aus einem Register. Du liest:

0xFF9C

Als 16-bit unsigned wäre das 65436 – unplausibel. Als 16-bit signed:

  • unsigned: 65436

  • signed: 65436 − 65536 = −100

Wenn die Einheit z. B. 0,01 °C ist, wäre −100 = −1,00 °C. Ein Konverter mit 16-bit signed View spart hier Zeit und Fehlinterpretationen.

Warum NOT, shifts und AND/OR/XOR im konverter nützlich sind

Bitwise-Operationen sind überall:

AND

Zum Testen oder Löschen von Bits:

  • value & mask
    Beispiel: „lower 8 bits“: x & 0xFF

OR

Zum Setzen von Bits:

  • value | mask

XOR

Zum Toggeln von Bits oder zum Pattern-Vergleich:

  • value ^ mask

NOT

NOT invertiert alle Bits – aber nur sinnvoll mit definierter Bitbreite.

  • 8-bit: NOT 0x00 → 0xFF

  • 8-bit: NOT 0x0F → 0xF0

Ohne Bitbreite ist NOT konzeptionell mehrdeutig (Zweierkomplement wirkt „unendlich“), daher sollte ein ernstzunehmender Konverter 8/16/32/64 Bit verlangen.

Shifts

Shifts nutzt du für:

  • Skalierung mit 2^n

  • Packen/Entpacken von Feldern

  • Maskenbau

Typische Feld-Extraktion:

Wenn bits 12..15 = „mode“:

  • (value >> 12) & 0xF

Das ist Alltag in Protokollen, Treibern, Firmware und Reverse Engineering.

Endianness: warum byte-reihenfolge zählt

Endianness beschreibt die Byte-Reihenfolge bei Multi-Byte-Werten.

  • big-endian: höchstwertiges Byte zuerst

  • little-endian: niederwertiges Byte zuerst

Für 0x12345678:

  • big-endian Bytes: 12 34 56 78

  • little-endian Bytes: 78 56 34 12

Das ist wichtig, weil:

  • viele CPUs little-endian speichern (z. B. x86)

  • viele Protokolle big-endian definieren („network byte order“)

Ein Konverter, der Byte-Ansichten zeigt und Endianness swappt, hilft beim Debugging von Packet-Captures, Binärdateien, Memory-Dumps und Serialisierungsbugs.

Häufige fehler und wie du sie vermeidest

  • Hex heißt nicht automatisch „unsigned“. Hex ist nur Darstellung – prüfe signed + korrekte Bitbreite.

  • NOT und Shifts ohne Bitbreite sind eine Fehlerquelle. In C gibt es zusätzlich Promotions (8-bit wird oft zu 32-bit hochgezogen). Hardware-Register dagegen sind strikt.

  • ASCII, Bytes und Zahlen nicht vermischen. ASCII ist Encoding; 0x41 = ‘A’ ist nur eine mögliche Brille. Viele Bytes sind nicht druckbar.

  • Führende Null ist nicht immer oktal. In legacy Kontexten schon, in modernen oft nicht. Wenn möglich: explizite Präfixe (0o, 0x, 0b).

  • „Bare 101010“ ist nicht garantiert binär. Es kann dezimal sein – daher sollte diese Erkennung optional sein.

Wo basis-konvertierung in echten workflows auftaucht

Du nutzt das ständig, wenn du z. B.:

  • Kernel-Logs oder Windows-Events liest, in denen Flags als Hex auftauchen

  • Paketfelder in Wireshark oder Raw Captures dekodierst

  • Mikrocontroller-Register (GPIO/UART/SPI Statusbits) analysierst

  • Firmware/Binärformate reverse-engineerst

  • Subnet-Masks, Bitmasken, Feature-Flags baust

  • SDR/DSP-Pipelines (Bit-Tiefe, Sample-Formate) prüfst

  • Audio-Interface-Statuswörter oder MIDI-Bytes interpretierst

  • CRCs, Hashes und Checksummen gegenprüfst

Das ist ein „kleines“ Tool mit großem Effekt: weniger kognitive Last, weniger Fehler, schnelleres Debugging.

Tipps für die beste nutzung dieses konverters

  • Nutze Präfixe, wenn möglich (0x, 0b, 0o), dann ist nichts mehrdeutig.

  • Wähle eine Bitbreite für Hardware/Protokolle (8/16/32/64), damit signed/unsigned, Wrap-around und Byte/Endian-Ansichten stimmen.

  • Nutze Gruppierung (Nibble/Byte), um Werte visuell sicher zu scannen.

  • Verwende Bitwise-Tools (AND/OR/XOR/Shift), um Masken und Feld-Extraktionen schnell zu verifizieren.

  • Wenn dein Tool URL-Sync unterstützt, kannst du Werte samt Settings reproduzierbar teilen (praktisch für Bugreports und Doku).

Am Ende spart dir ein sauberer Base-Converter nicht nur Zeit, sondern verhindert genau die typischen „off-by-one-bit“-Fehler, die in Debugging-Sessions sonst unnötig lange hängen bleiben – vor allem bei signed Dumps, festen Bitbreiten und gemischten Endianness-Kontexten.



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