Samsung verdoppelt 2026 die Zahl der Gemini-basierten Galaxy-AI-Geräte

Samsung will 2026 wieder klar als wichtigster, verbrauchernaher KI-Hardware-Partner von Google auftreten. Nach Angaben aus dem Umfeld des Konzerns soll sich die Zahl der Geräte mit Galaxy AI, die in großen Teilen auf Google Gemini basiert, von rund 400 Millionen (2025) auf etwa 800 Millionen (2026) erhöhen. Diese Größenordnung ist entscheidend: KI rutscht damit von einer „Nice-to-have“-Funktion in den Status Standarderwartung bei Mainstream-Android-Hardware – und Google gewinnt einen massiven Distributionshebel im Consumer-KI-Wettbewerb.

Was Samsung tatsächlich ausbaut

Der Plan zielt nicht nur auf „mehr KI-Smartphones“. Samsung spricht vielmehr von KI über Produkte, Funktionen und Services hinweg. Praktisch heißt das: Gemini-gestützte Erlebnisse sollen nicht auf Smartphones und Tablets begrenzt bleiben, sondern in weitere Consumer-Elektronik wandern – inklusive TVs und perspektivisch sogar Haushaltsgeräten.

Für Nutzer bedeutet das weniger App-Insellösungen und mehr KI an Stellen, wo sie ohnehin schon interagieren: Suche, Galerie, Nachrichten, Notizen, Übersetzen, System-Shortcuts – also OS-nahe Workflows statt reiner Demo-Features.

Wo Gemini im Alltag sichtbar wird

Samsungs Galaxy-AI-Stack setzt auf Tätigkeiten, die viele Menschen täglich nutzen. Genau dadurch wirkt KI „native“ statt experimentell. Typische Einsatzfelder sind:

  • Suche & informationsbeschaffung: schnell Antworten finden, Kontext verstehen, Inhalte einordnen

  • Foto- und bildbearbeitung: Entfernen/Retusche, Transformations-Tools, kreative Anpassungen

  • Schreiben & umformulieren: kürzen, erweitern, Tonalität ändern (formal, locker, neutral)

  • Übersetzung: einzelne Sätze, Chats, Bildschirmtexte – je nach Sprache/Region

  • Zusammenfassungen: Artikel, lange Nachrichten, Notizen, Meetings (je nach App-Integration)

Parallel betont Samsung eine Hybrid-Strategie: Gemini-Fähigkeiten können mit Samsungs eigener Assistenz-Schicht (z. B. Bixby) kombiniert werden, wenn das in der Bedienlogik sinnvoll ist – etwa für Gerätesteuerung, Routinen oder Smart-Home-Integrationen.

Galaxy ai wird zur bekannten marke

Samsung verweist auf interne Daten, nach denen die Brand Awareness von Galaxy AI auf etwa 80 % gestiegen sein soll (von ungefähr 30 % im Vorjahr). Der Treiber ist plausibel: ein großer Gerätebestand aus 2025, der „KI-fähig“ ausgeliefert wurde, sorgt dafür, dass Nutzer den Funktionen im Alltag begegnen – ohne aktiv danach zu suchen.

Das ist für 2026 der Kernpunkt: Samsung rechnet damit, dass die anfängliche Skepsis gegenüber „KI auf dem Handy“ sinkt, sobald Features in alltäglichen Abläufen auftauchen (Galerie, Tastatur, Notizen, Browser, Suche) und nicht wie ein separater KI-Spielplatz wirken.

Warum das für Google ein strategischer vorteil ist

Für Google ist Samsung vor allem ein Verteilungs-Multiplikator. KI-Plattformen gewinnen nicht nur über Modellqualität, sondern über:

  • Vorinstallation (Default statt Download)

  • tiefe OS-Integration (System-Flows, Shortcuts, Kontextzugriff)

  • Reichweite auf Volumen-Hardware (nicht nur Premium-Nischen)

Wenn Samsung 2026 tatsächlich nahe an 800 Millionen Galaxy-AI-Geräten kommt, wird Gemini in vielen Märkten zur quasi-standardmäßigen Assistenz-Schicht im Android-Ökosystem – besonders dort, wo Stückzahlen hoch sind und Nutzer weniger bereit sind, zusätzliche Apps/Abos auszuprobieren.

Apple, china-oems und die „vertrauenslücke“ bei ki

Die Ausweitung fällt in eine Phase, in der Apple seine Consumer-KI-Story voraussichtlich weiter ausbaut, während chinesische OEMs KI-Rollouts beschleunigen, um im Preis-Leistungs-Segment konkurrenzfähig zu bleiben.

Samsung setzt erkennbar auf Tempo + Skalierung statt auf einzelne Show-Cases: KI breit ausrollen, in One-UI-Updates iterativ verbessern, und das Ganze so normalisieren, dass „AI Phone“ keine Kategorie mehr ist, sondern eine Basiserwartung – ähnlich wie HDR-Kamera oder 5G früher.

Foldables könnten 2026 wieder stärker zünden

Der zweite große Schauplatz sind Foldables. Samsung dominiert diese Kategorie seit 2019 und wird für 2025 von Trackern weiterhin als Marktführer geführt. Gleichzeitig bleiben Foldables insgesamt ein kleiner Anteil am Smartphone-Markt (Berichte nennen für Q3 2025 Größenordnungen um 2,5 % der Gesamt-Shipments), während Samsung in diesem Segment teils rund zwei Drittel Marktanteil (ca. 64 %) zugeschrieben werden.

Für 2026 ist die spannende Variable: Wenn Apple hier ernsthaft einsteigt, kann das sowohl Nachfrage als auch Wahrnehmung des Segments schlagartig verändern. Für Samsung wären Foldables dann nicht nur ein Prestige-Produkt, sondern eine weitere Bühne, um Galaxy-AI-Funktionen als „besser nutzbar auf großem Screen“ zu positionieren.

Speicherengpässe könnten 2026 die preise nach oben drücken

KI-Features sind nicht nur Software – sie hängen an Hardware-Kosten, vor allem RAM/DRAM und Speicherbandbreite. Mehrere Analysen deuten darauf hin, dass die starke Nachfrage aus dem AI-Rechenzentrumsmarkt DRAM-Kapazitäten bindet und die Preise Richtung 2026 anziehen könnte. Das drückt auf die Stückkosten (Bill of Materials) von Smartphones.

Marktbeobachter warnen zudem: steigende Speicherpreise könnten 2026 die Absatzmengen dämpfen und gleichzeitig die durchschnittlichen Verkaufspreise (ASP) erhöhen – mit Forecasts, die in der Größenordnung von +6,9 % ASP-Wachstum für 2026 zitiert werden. Besonders heikel ist das im Entry-Level-Segment, wo wenige Euro mehr Stückkosten die gesamte Preiskalkulation kippen können.

Was du 2026 konkret beobachten solltest

Feature-scope nach modellreihen

Welche Galaxy-Linien bekommen das volle, Gemini-gestützte Paket – und wo gibt es nur „Light“-Varianten? Entscheidend sind CPU/NPU-Leistung, RAM-Ausstattung und thermische Limits.

On-device vs cloud

Welche Funktionen laufen lokal (Latenz, Offline-Fähigkeit, Datenschutz-Vorteile) und was braucht zwingend Cloud-Compute (Qualität/Komplexität, aber Internet-Abhängigkeit)? Das beeinflusst Nutzbarkeit und Vertrauen.

Regionale verfügbarkeit

KI-Features variieren oft nach Sprache, Land, Regulatorik und Partner-Deals. Für SEO-Traffic ist das wichtig, weil User-Erwartungen (und Beschwerden) stark regional geprägt sind.

Update- und rückport-strategie

Wie aggressiv rollt Samsung Galaxy-AI-Funktionen per One UI auf ältere Modelle aus? Je größer die „Backport-Welle“, desto näher kommt Samsung an die 800-Millionen-Marke.



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